Das Versprechen zum 82. PfingstTurnier

Michael Krieger ist seit vielen Jahren der Mann, der sich beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier für die Springprüfungen verantwortlich zeichnet. In diesem Jahr verspricht er: „Der Springsport in Wiesbaden wird dieses Jahr sehr weiblich und sehr schnell!“ Kurze Pause. Nachdenken. Dann ergänzt er: „Aber ich habe überhaupt keine Idee, wer den Großen Preis gewinnen wird. Es sind zu viele gute Reiter am Start. Es wird auf jeden Fall ein Kräftemessen auf hohem Niveau.“ Wer wird den Großen Preis der Landeshauptstadt, die dritte Etappe der DKB-Riders Tour 2018 gewinnen? Wer wird sich das Siegerauto von Mitsubishi sichern?

‘Sehr weiblich und sehr schnell’ – für dieses Versprechen sind einige Damen aus dem In- und Ausland verantwortlich. Die dreifache Olympiateilnehmerin Luciana Diniz beispielsweise, die in Deutschland lebt, in Brasilien geboren wurde und für Portugal an den Start geht. Diniz ist Stammgast in Wiesbaden und erfüllte sich 2012 einen kleinen Traum als sie auf Lennox im Großen Preis der Landeshauptstadt siegte. Schnelle deutsche Damen werden ihr in diesem Jahr das Siegen im Parcours schwer machen: Janne-Friederike Meyer, die Mannschaftsweltmeisterin, ebenso wie Laura Klaphake, die 24-jährige Aufsteigerin, die im vergangenen Jahr schon zum deutschen EM-Team in Göteborg gehörte. Und dann kommt eine ganze Truppe starker Amazonen aus den USA und Kanada angereist, sieben an der Zahl: Laura Kraut, Mannschafts-Olympiasiegerin von 2008; Lauren Hough, Olympia- und WM-Teilnehmerin; die 21-jährige Lillie Keenan, die sich im vergangenen Jahr drei zweite Plätze, einen Sieg und Platz drei im Großen Preis von Wiesbaden sicherte; und Reed Kessler, die schon mit 18 Jahren zum olympischen US-Team in London gehörte; diese vier werden begleitet von Wesley Newlands, Katie Harris und Paris Sellon – die totale Frauenpower von Übersee!

Keine Frage: Die Herren der Springsportszene werden sich ordentlich anstrengen müssen.

Der Titelverteidiger vom vergangenen Jahr, Holger Wulschner, hat schon vor Monaten seine Startzusage abgegeben. Er trifft auf Patrick Stühlmeyer, der sich den Titel zurückholen möchte. Stühlmeyer stand 2016 bei der Ehrung zum Großen Preis im Biebricher Schlosspark auf Lacan ganz vorne. Jens Baackmann ist im vergangenen Jahr erst bei Etappe vier der DKB-Riders Tour ins Punktesammeln eingestiegen, aber dann lief es und der ehemalige Bereiter aus dem Stall Ehning wurde am Ende Gesamtzweiter der Tour. 2018 möchte er unbedingt schon bei der Tour-Etappe Wiesbaden möglichst viele Punkte ‘einheimsen’. Seine Kampfansage hat er bereits im vergangenen abgegeben: Der schnelle Felix Haßmann, der 2017 den Preis des Hessischen Ministerpräsidenten im Schlosspark gewann und sofort danach grinsend erklärt hatte: „Jetzt fehlt mir in Wiesbaden nur noch der Sieg im Großen Preis.“ Daniel Deußer wurde 1981 in Wiesbaden geboren, lebt seit einigen Jahren in Belgien und gehört zur absoluten Weltspitze der Springreiter. In Rio gewann er 2016 olympische Mannschafts-Bronze, in Lyon gewann er 2014 das Weltcup-Finale, in seiner Geburtsstadt hat er 2018 den Sieg im Großen Preis im Visier.

Wulschner, Stühlmeyer, Haßmann – sie alle gehören zum deutschen Bundeskader und sie treffen noch weitere Kaderkollegen beim 82. Wiesbadener PfingstTurnier: Hans-Dieter Dreher, Christian Kukuk und Marcel Marschall beispielsweise. Und dann ist da noch Denis Nielsen. 2015 sicherte er sich bei den Deutschen Meisterschaften den Titel, in diesem Jahr hängte er beim Großen Preis von Dortmund die gesamte internationale Konkurrenz ab und siegte. Apropos international – natürlich treffen die deutschen Topreiter auch auf heftige Konkurrenz aus dem Ausland. Leopold van Asten, der Olympiareiter reist aus den Niederlanden an; Emanuele Gaudiano, der ‘eingedeutschte’ Italiener kommt aus Frankfurt; Cian O’Connor, der Olympiadritte von London geht in Wiesbaden für Irland in den Parcours; Max Kühner, der zweifache Weltcup-Finalist lebt in Bayern und startet für Österreich; Douglas Lindelöw, der Team-Vize-Europameister kommt aus dem schönen Schweden und den 25-jährigen Schweizer Martin Fuchs, Platz 16 der Weltrangliste, der 2016 schon zum olympischen Team gehörte und die ‘Senioren’ des Sports nahezu jedes Wochenende unter Druck setzt, zieht es ebenfalls nach Wiesbaden.

Seit 1958 wird der Große Preis der Springreiter beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier ausgetragen, seit 2001 als Etappe der DKB-Riders Tour – vielleicht war die Leistungsdichte noch nie so geballt wie in diesem Jahr 2018. Das Versprechen von Michael Krieger hat gute Chancen, wahr zu werden.

***Für all diejenigen, die nicht im Schlosspark vor Ort mitfiebern können: Das HR-Fernsehen überträgt den Großen Preis der Landeshauptstadt, die dritte Etappe der DKB-Riders Tour, am Pfingstmontag live von 16.00 bis 17.00 Uhr. Alle anderen Prüfungen können Sie beim Internet-Fernsehsender ClipMyHorse.TV ebenfalls live verfolgen.
(KiK/EquiWords)

HR-Fernsehen – Live aus dem Schlosspark
Das HR-Fernsehen ist wieder live dabei, beim 82. Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier. Am Pfingstmontag überträgt der HR von 16.00 bis 17.00 Uhr live die Entscheidung im Großen Preis der Landeshauptstadt, der dritten Etappe der DKB-Riders Tour.

Der Wiesbadener Tipp:
Tickets für das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 18.-21.Mai 2018 gibt es unter www.ticketmaster.de oder unter der Telefonnummer: 01806-9990000

Weitere Infos unter:
www.pfingstturnier.org (zum Pfingstturnier)
www.eventridermasters.tv (zur ERM)
www.pferd-aktuell.de(zum U25-Förderpreis)

DKB-Riders Tour

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