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25. Mai 2010

Denis Lynch siegt im Großen Preis der Stadt Wiesbaden 2010

Ein ertragreiches Wochenende in Wiesbaden krönte der irische Nationenpreisreiter Denis Lynch mit dem Sieg in der zweiten Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour – im Großen Preis von Wiesbaden vor fast überquellenden Zuschauertribünen. Nach der Qualifikation im Schlosspark-Preis gewann der 34-jährige mit dem zehn Jahre alten Wallach Abberuail van het Dingeshof auch die punkteträchtigste Prüfung des Wiesbadener Pfingstturniers und eroberte damit Position eins im Tour-Ranking.

Als letzter Starter ging Lynch, der seit fast 20 Jahren mit Ehefrau Simone und Tochter Sarah in Münster lebt, in die Siegerrunde des mit 71.500 Euro dotierten Großen Preises und blieb in 48,15 Sekunden fehlerfrei und damit acht Hundertstel Sekunden schneller als der zweitplatzierte Marcus Ehning (Borken), der Nolte`s Küchengirl gesattelt hatte. Ehning trat als Titelverteidiger in Wiesbaden an, gewann 2009 mit Vulkano die zweite Etappe der internationalen Springsportserie.

Nun möchte Lynch nach Rang acht im Deutschen Spring-Derby und dem Sieg in Wiesbaden auch weiter in der DKB-Riders Tour mitmischen: „Das passt gut zusammen mit meinen Plänen. In Paderborn war ich letztes Jahr erstmals und die beiden Hallenturniere in Hannover und München versuche ich auch immer zu reiten.“ Die nächste Station der DKB-Riders Tour ist das Balve Optimum und: „Ich war noch nie da. Das muss ich mit unserem irischen Trainer besprechen, ob er mich wirklich unbedingt in St. Gallen braucht.“

Auf Rang drei schob sich einer, den in Wiesbaden wohl kaum jemand auf der Favoritenliste hatte. Der 32 Jahre alte Japaner Fukushima Daisuke, der seit anderthalb Jahren bei Jos Lansink in Belgien trainiert, aus Tokio stammt und mit zehn Jahren seine Begeisterung für den Reitsport entdeckte, landete einen großen Erfolg. Mit dem Hengst Weldon D`O lieferte Daisuke eine tadellose Runde ab und schaffte so ganz nebenbei auch seine Qualifikation für die Weltreiterspiele im us-amerikanischen Kentucky.

Pech hatte in Wiesbaden Derbysieger Carsten-Otto Nagel aus Wedel, der mit der Stute Corradina souverän in die Siegerrunde ritt, als die Stute beim Anreiten eines Hindernisses wegrutschte und Nagel erneut anreiten musste. Fünf Strafpunkte gab es dafür und die bedeuteten Platz elf. Nagel ist nun Dritter des DKB-Riders Tour Rankings hinter Lynch und Heiko Schmidt aus Plau. Der jumpte mit der erst neun Jahre alten Cassiopeia entschlossen auf Rang sechs im Großen Preis von Wiesbaden und ist Lynch mit 27 Punkten dicht auf den „Fersen“.


Isabell Werth schafft den 10. Sieg

Mit einem Jubiläumserfolg beendete Isabell Werth die Dressurprüfungen beim diesjährigen Wiesbadener Pfingstturnier. Zum zehnten Mal konnte sie den Grand Prix Special vor dem Schloss für sich entscheiden. Den ersten Erfolg feierte sie hier 1993 auf dem legendären Gigolo FRH. 2010 war ihr Partner im Viereck Satchmo. „Es ist Satchmos erstes Freilandturnier und da bin ich natürlich hoch zufrieden. Er muss jetzt auch ein wenig raus, weil er merkwürdigerweise im Alter mehr Turniere braucht, um in Gang zu kommen, als in jüngeren Jahren.“ Auch für Monika Theodorescu (Füchtorf) war es das erste Freilandturnier nach einer längeren Pause. Und ihr zwölfjähriger Whisper zeigte sich zunächst im Grand Prix sehr beeindruckt. „Aber heute konnte ich ihn überzeugen in die Ecke zu gehen. Er war zwar immer noch etwas glotzig, aber es war doch eine absolute Steigerung“, so Theodorescu. Nur hauchdünn musste sie der schwedischen Kaderreiterin Tinne Vilhelmson-Silfen den Vortritt lassen, die mit ihrem elfjährigen Favourit 73,08 Prozent erhielt. „Favourit ist heute eine fehlerfreie Runde gegangen. Vielleicht war er etwas müde, aber nach ein paar Tagen kommt einfach auch die lange Anreise durch“, so Vilhelmson. Die dreitägige Heimreise dürfte der zweite Platz aber versüssen. Alle drei Reiter sind nun auch mit ihren Pferden für das Meggle Champions-Finale im Februar beim Internationalen Reitturnier Westfalenhallen Dortmund qualifiziert.

In der Kür-Tour hieß die Siegerin Anja Plönzke. Die Lokalmatadorin konnte das erste Mal auf ihrem „Heimturnier“ als Siegerin aus den Traditionswettbewerben hervorgehen. Mit Le Mont d’Or und 75,80 Prozent verwies die 41-Jährige ihre „Nachbarin“ Susanne Lebek (Braubach) und Baudolino (73,55 Prozent) und Maria Eilberg (GBR) auf Two Sox auf die Plätze. „Dass Maria jetzt gegen mich hier reitet freut mich doppelt. Immerhin war ich vor rund 20 Jahren ihr Au Pair-Mädchen“, scherzte Plönzke nach ihrem Sieg. Susanne Lebek „siegte“ dagegen in einer anderen Wertung: Sie wurde erfolgreichste Reiterin des Turniers in der TESCHInkasso Sonderwertung, da sie als einzige Reiterin in beiden Grand Prix-Touren ein Pferd gesattelt hatte.


Kai Vorberg siegt zum siebten Mal in Wiesbaden

Nach seinem Erfolg beim Preis der Besten Anfang Mai bestimmte Doppelweltmeister Kai Vorberg auch das Voltigier-Kürturnier in Wiesbaden. Mit Sir Bernhard RS von der Wintermühle verwies er den Kürspezialisten Daniel Kaiser mit Merkur und seinen Stallgefährten Patric Looser aus der Schweiz mit Harry Potter RS von der Wintermühle auf die Plätze. Dabei profitierte Vorberg vor allem von seiner sicheren Kürausführung im zweiten Umlauf. In der Damenkonkurrenz mussten sich die deutschen Teilnehmerinnen mit den Plätzen zwei und drei begnügen, denn an diesem Wochenende führte kein Weg an Vorjahressiegerin Joanne Eccles mit W.H. Bentley vorbei. Zweite wurde die Deutsche Meisterin Antje Hill, gefolgt von ihrer Trainingskollegin Simone Wiegele. Beide starteten auf Airbus, vorgestellt von Irina Lenkeit.

In der Mannschaftswertung trug sich das Kölner Team von Trainer Kai Vorberg zum fünften Mal in die Siegesliste der Internationalen Wiesbadener Vielseitigkeit ein. Die JRG Köln mit Weltoni RS von der Wintermühle lieferte sich mit dem Weltmeister aus Ingelsberg, der mit Adlon an den Start ging, ein Kopf an Kopf-Rennen. Nachdem sich die Bayern im ersten Umlauf noch an die Spitze setzen konnten, gewannen die Rheinländer den zweiten Umlauf und die Gesamtwertung. Köln siegte mit 8,945 Punkten vor Ingelsberg (8,889) und dem niederländischen Team De Molen (7,826).


Ergebnis-Überblick Wiesbaden 2010 vom Montag

Springprüfung BIORANCH Youngster Cup Finale Youngster Tour, dotiert mit 2000 Euro:

1. Edwina Alexander (Australien) mit Kisby 38.67/0;
2. Karl Brocks (RFV Rulle) mit Codex One 39.66/0;
3. Abdel Said (Ägypten) mit Casper 40.54/0;
4. Jörg Naeve (RFV Kastanienhof) mit JK Horsetrucks Wish 42.88/0;
5. Daniel Deußer (RFV Kirberg) mit Comme d'Api vd Hacienda 42.96/0;
6. Gabriella Salick (Israel) mit Al Calpone 46.69/0;


Springprüfung Preis der Firma LIEBHERR Mietpartner Wiesbaden Speed, dotiert mit 20.000 Euro:

1. Fukushima Daisuke (Japan) mit Vainqueur 64.93/0;
2. Abdel Said (Ägypten) mit Goldex 65.60/0;
3. Enrique Gonzales (Mexiko) mit Charro 65.87/0;
4. Edwina Alexander (Australien) mit Cevo Socrates 66.68/0;
5. Hugo Simon (Österreich) mit Caldato 66.77/0;
6. Christian Ahlmann (RFV Alt Marl) mit Calvados Z 67.18/0;


Dressurprüfung Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden Grand Prix Special Teilwertung zur TESCHInkasso Sonderwertung Qualifikation zur Dressurserie MEGGLE CHAMPIONS, dotiert mit 18.000 Euro:

1. Isabell Werth (RFV Graf v.Schmettow Eversael) mit Satchmo 74.583 %;
2. Tinne Vilhelmson-Silfven (Schweden) mit Favourit 73.083 %;
3. Monica Theodorescu (RFV Warendorf) mit Whisper 72.917 %;
4. Susanne Lebek (RV Bissingen) mit Potomac 72.792 %;
5. Matthias Alexander Rath (Frankf.Turnierst.Schw.Gelb), Sterntaler – UNICEF 71.750 %;
6. Jordi Domingo (Spanien) mit Prestige 71.083 %;

Springprüfung GROSSER PREIS VON WIESBADEN Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden Qualifikation für die Weltreiterspiele 2010 Qualifikation für die Europameisterschaften 2011 Wertung zur DKB RIDERS TOUR 2010, dotiert mit 70.000 Euro:

1. Denis Lynch (Irland) mit Abberuail van het Dingeshof 48.50/0;
2. Marcus Ehning (ZRFV Borken) mit Noltes Küchengirl 48.58/0;
3. Fukushima Daisuke (Japan) mit Weldon D'O 50.90/0;
4. Cindy van der Straten (Belgien) mit Alexandria 52.18/0;
5. Chris Chugg (Australien) mit Vivant 48.05/4;
6. Heiko Schmidt (RV Neu-Benthen für Reiten u.F.) mit Cassiopeia 51.28/4;

Dressurprüfung Welfenhofpreis Grand Prix Kür (Flutlicht) Teilwertung der TESCHInkasso Sonderehrung, dotiert mit 13.000 Euro:

1. Anja Plönzke (Wiesbadener RFC) mit Le Mont d'Or, 75.800 %;
2. Susanne Lebek (RV Bissingen) mit Baudolino, 73.550;
3. Maria Eilberg (Großbritannien) mit Two Sox, 73.250;
4. Bart Veeze (Niederlande) mit Stefano, 73.050;
5. Fiona Bigwood (Großbritannien) mit Wie-Atlantico, 72.200;
6. Katarzyna Milczarek (Polen) mit Ekwador, 70.650;

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Text: Patricia Koschel

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