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Historie

1927–1928
Im Dezember 1927 fand die Gründungsversammlung des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs statt. Als die Arbeit des Clubs 1928 richtig begann, wurde die große Idee, in Wiesbaden ein Reitturnier zu veranstalten, sofort in die Tat umgesetzt.

1929
Ein Jahr später, am 1. und 2. Juni 1929, war es soweit: Die Geburtstage der Wiesbadener Reitturniere auf dem Sportplatz „Kleinfeldchen“ konnten gefeiert werden und die Pfingstturnier-Tradition war begründet.

1930
Nach dem vollen Erfolg des ersten Turniers musste man sich nach einem größeren Veranstaltungsort umschauen. 1930 fand dann das zweite Turnier auf der früheren Rennbahn des Wiesbaden-Erbenheimer statt, das unter großer nationaler Beteiligung als „Befreiungsturnier“ in die Geschichte des Clubs einging. Doch auch dieses Gelände erwies sich nach steigendem Andrang als ungeeignet.

1932–1939
In Zusammenarbeit mit der Stadt wurde das Turniergelände unter den Eichen gebaut und schließlich 1932 vom WRFC in Besitz genommen. 1939 bestand das Programm des Turniers aus zwei Geländeritten, Spring- und Dressurprüfungen und war gleichzeitig das letzte Turnier einer erfolgreichen Zeit auf diesem Platz. Nach dem Krieg stand das Gelände dem Reit- und Fahr-Club nicht mehr zur Verfügung.

1949
Ausgelöst durch einen Spaziergang des Ehepaares Dyckerhoff im Biebricher Schloßpark, erhielt der Club 1949 die Erlaubnis der amerikanischen Besatzung, die Tradition der Wiesbadener Pfingstturniere wieder aufzunehmen. Unter Beteiligung amerikanischer Reiter wurde dieses Turnier erstmals im Schlosspark ausgetragen.

1951
Auch 1951 mußte sich der WRFC noch mit dem Nachkriegs-Turnierplatz zufrieden geben. Der Aufstieg zum CHI konnte jedoch nur über den Ausbau des Turniergeländes erfolgen. Mit Hilfe der Stadt und der amerikanischen Besatzung entstand so unter dem alten Baumbestand einer der schönsten Turnierplätze Europas.

1952
Das erste Turnier auf dem neuen Platz fand dann im Olympia-Jahr 1952 ein CHI mit internationaler Besetzung statt. Das Pfingstturnier entwickelte sich zur Institution im internationalen Veranstaltungskalender. Viele große Namen wie Dr. Josef Neckermann, H.G. Winkler, Fritz Thiedemann und Dr. R. Klimke gaben sich in Wiesbaden ein Stelldichein.

1958
Erstmals wurden das internationale offizielle Dressurturnier CDIO und der Große Preis von Wiesbaden ausgetragen. Die Pfingstturniere hatten sich zu einem Treffpunkt der Reitsport-Elite entwickelt, die mit über 50.000 Besuchern Volksfestcharakter annahmen und als gesellschaftliches Ereignis galten. Highlights wie der „Offizielle Turnierball“, bis 1958 im Kurhaus, finden heute durch die traditionellen Empfänge im Schloss ihre Fortsetzung.

Ende 70er – Anfang 90er
Ende der 70er bis Anfang der 90er Jahre wurde im Schlosspark durchgehend Spitzensport geboten, doch die Turnierlandschaft boomte, und der Sieg im Großen Preis hatte in der Öffentlichkeit nicht mehr den selben Stellenwert wie vorher. Anfang der 90er Jahre zeichnete sich eine neue Linie ab. Qualität statt Quantität hatte sich der Vorstand mit Präsidentin Kristina Dyckerhoff als Maßstab gesetzt. Unter dem Motto „Tradition mit Esprit“ wurde Altbewährtes mit Neuem, z. B. der Wiesbadener Pferdenacht, verknüpft.

2001
Ein Ausnahmejahr, denn die Maul- und Klauen-Seuche zwingt den Vorstand zu einer unpopulären Entscheidung. Das Pfingstturnier wird an Pfingsten abgesagt. Doch gibt es ein Pfingstturnier, im Herbst! Einmalig in der Geschichte treffen sich die Weltklassereiter zu einem neuen Termin im September. Erstmalig in diesem Jahr macht auch die Reitsport-Serie RIDERS TOUR Station im Schlosspark. Seit diesem Jahr kämpfen die Springreiter nicht nur um begehrte Weltrang-Punkte im Großen Preis sondern auch um Wertungspunkte für den „Rider of the Year“.

2006
Das Pfingstturnier erlebt seine 70. Auflage. Das in den 90er Jahren entwickelte Konzept wurde weiter verfeinert und liefert nun die Basis für abwechslungsreichen Turniersport und ein Erlebnis für die ganze Familie.

2010
Das 74. Pfingstturnier wird multimedialer und immer mehr auch über das Internet publiziert.

 

Bisherige Sieger

Das Pfingstturnier blickt auf große Namen zurück, die dieses Turnier zu dem gemacht haben, was es heute ist:

Sieger im Springen: Großer Preis von Wiesbaden

Jahr Reiter Pferd
2010 Denis Lynch, IRL Abberuail van het Dingeshof
2009 Marcus Ehning, D Vulkano FRH
2008 Meredith Michaels-Beerbaum, D Checkmate
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Sieger in der Dressur: Grand Prix Kür

Jahr Reiter Pferd
2010 Anja Plönzke, D Le Mont D'Or
2009 Emma Hindle, GBR Lancet 2
2008 Kyra Kyrklund, FIN Max
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