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11.05.2022

Gigantentreffen im Park

Er gehört schon fast so auf die Nennliste des LONGINES PfingstTurniers Wiesbaden wie die grünen Halsbandsittiche in den Schlosspark: der dreimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung. Und natürlich: Auch für dieses Jahr hat sich der Multi-Champion wieder für die internationale Vier-Sterne-Prüfung in der hessischen Landeshauptstadt angekündigt.

Fünfmal hat Jung bereits die Vielseitigkeit, den Preis der Familie Prof. Heicke, gewonnen: 2009 mit Sam, mit dem er 2012 und 2016 alle drei olympischen Goldmedaillen gewann. 2010 und 2011 hieß sein Wiesbadener Siegpartner River of Joy, 2014 war es Ricona und zuletzt dominierte Jung 2019 im Sattel von Star Connection. Den Hannoveraner hatte er fünf Jahre zuvor zum WM-Titel bei den jungen Vielseitigkeitspferden geritten

Aber es gibt noch jemanden, der bereits fünfmal in Wiesbaden siegreich war: Reitmeisterin Ingrid Klimke. Und auch sie steht wieder auf der Nennliste. 1999 hat Klimke ihren ersten Wiesbaden-Sieg mit Windfall gefeiert, 2012 und 2013 waren es Tabasco und Escada, mit der sie EM- und WM-Teamgold gefeiert hat, und 2016 und 2018 saß die 54-Jährige auf Hale Bob. ‚Bobby‘, mit dem sie Medaillen bei Weltreiterspielen und Olympischen Spielen sammelte, bei vier Europameisterschaften dabei war und ihre Laufbahn unter anderem mit EM-Doppelgold 2019 krönte.

Diese beiden Wiesbadener Multisieger treffen in diesem Jahr auf eine Reiterin, die 2021 Geschichte geschrieben hat: Julia Krajewski, die erste Frau, die Einzel-Gold bei Olympischen Spielen in der Vielseitigkeit gewann. Und auch sie kennt das Gefühl des Siegens im Biebricher Schlosspark: 2015 führte sie die Ehrenrunde im Sattel von Samourai du Thot an, mit dem sie 2016 zum Olympia-Team in Rio de Janeiro gehörte.

Gigantentreffen – selten war der Begriff so treffend wie in der Wiesbadener Vielseitigkeit 2022.

Der Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, Peter Thomsen, reist zum ersten Mal in diesem Amt nach Wiesbaden, erst vor einem halben Jahr hat er die Aufgabe von Hans Melzer übernommen. Trotzdem: den Schlosspark und die Vielseitigkeit kennt er gut, viele Male war der zweifache Team-Olympiasieger dort selbst am Start: „Weil die Vielseitigkeit beim Pfingstturnier in ein riesiges Event mit Dressur und Springen auf sehr hohem Niveau verknüpft ist, hat es für uns Championatscharakter – wie Aachen, Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele“, erklärt Thomsen voller Überzeugung. „Ich hatte in Wiesbaden viele sehr schöne Erlebnisse und immer unheimlich viel Spaß im Gelände. Die Atmosphäre ist super.“

Tradition hat in Wiesbaden schon die Verknüpfung der internationalen Vier-Sterne-Prüfung mit der Wertungsprüfung für den ‚U25-Förderpreis Vielseitigkeit‘. Eine Tradition, die nicht zuletzt auf den Sponsor dieser Prüfung, Prof. Dr. Bernd Heicke, zurückläuft: „Ich unterstütze schon seit vielen Jahren die U25-Reiter in der Vielseitigkeit“, erklärt Heicke. „Die jungen Leute haben lange keine Perspektive gesehen, wenn sie den Sprung ins Senioren-Lager schaffen wollten. Mit dem U25-Förderpreis Vielseitigkeit haben wir hier Perspektiven geschaffen.“ Die Begeisterung der gesamten Familie Heicke für Pferde, die Überzeugung für die Disziplin Vielseitigkeit und der besondere Standort Wiesbaden machen das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis für Heicke. „Wiesbaden ist ein Turnier der besonderen Art, das es so sonst nirgendwo gibt. Die zentrale Lage, die Verknüpfung der Disziplinen auf hohem Niveau und der herrliche Park mit dem Schloss im Hintergrund. Das steht für eine Einmaligkeit, die ich gerne unterstütze.“

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